Ein Bericht von Berfin Karaca
Hinter mir liegen drei intensive und lehrreiche Wochen in Dublin – eine Zeit, die mich sowohl beruflich als auch persönlich geprägt hat.
Im Rahmen des Erasmus+-Programms konnte ich am „Kaufmann International Certificate“ (KIC) teilnehmen und dabei wertvolle internationale Erfahrungen sammeln.
Während meines Aufenthalts an der Everest Language School stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Anwendung der englischen Sprache im beruflichen Kontext. Der Unterricht war modern, praxisnah und interaktiv gestaltet. Themen wie Marketing, Branding, Nachhaltigkeit, Präsentationstechniken sowie der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag wurden nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt in Projekten umgesetzt.
Besonders hilfreich war für mich, dass wir konsequent auf Englisch kommuniziert haben – sowohl im Unterricht als auch im Austausch untereinander. Dadurch konnte ich mein Business-Englisch deutlich verbessern und mehr Sicherheit im freien Sprechen gewinnen.
Auch die verschiedenen Projektarbeiten forderten uns auf unterschiedlichen Ebenen. So entwickelten wir beispielsweise eine eigene Geschäftsidee und präsentierten diese – ähnlich wie in der „Höhle der Löwen“. In einem weiteren Projekt konzipierten wir ein eigenes Produkt inklusive Marketingstrategie und setzten dabei kreative Tools sowie KI-Anwendungen ein. Diese praxisnahen Aufgaben haben mir nicht nur fachlich weitergeholfen, sondern auch meine Teamfähigkeit und mein selbstbewusstes Auftreten gestärkt.
Neben dem Unterricht spielte auch der internationale Austausch eine große Rolle. Darüber hinaus konnte ich außerhalb der Schule viele Eindrücke sammeln und die irische Kultur kennenlernen. Zu den Highlights gehörten Ausflüge zu den Cliffs of Moher, nach Howth sowie in die Altstadt von Dublin. Diese gemeinsamen Erlebnisse haben nicht nur den Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt, sondern auch dazu beigetragen, die Sprache im Alltag aktiv anzuwenden.
Rückblickend kann ich sagen, dass mich der Aufenthalt in Dublin in vielerlei Hinsicht weitergebracht hat. Ich habe nicht nur meine Englischkenntnisse verbessern und festigen können, sondern auch an Selbstständigkeit, Offenheit und Selbstvertrauen gewonnen. Viele der erlernten Inhalte – insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Präsentation und internationale Zusammenarbeit – kann ich direkt in meiner Ausbildung anwenden.
Ich bin sehr dankbar für diese besondere Möglichkeit und die Unterstützung durch EGGER sowie das Berufskolleg Brilon.
Das Erasmus+-Programm kann ich allen Auszubildenden empfehlen, die sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln und internationale Erfahrungen sammeln möchten.

R.E.F.U.G.E. – stRategic alliance For encoUraninG intEgration mit Schulen aus Spanien, Italien und Rumänien.

Das zweite Treffen fand in Silleda/Spanien (Schule: IES PINTOR COLMEIRO in Silleda) vom 17.10.2022 bis 22.10.2022 statt.
Der Ort der Schule befindet sich in der Nähe von Santiago de Compostela. Inhaltlich setzten sich die Schüler in gemischten Gruppen mit dem Aspekt: Gesetze und Regeln in den jeweiligen Ländern zur Förderung der Integration und Migration auseinander.
Darüber hinaus gestalteten sie Plakate unter dem Aspekt der Erleichterung der Integration von Migranten in unsere Gesellschaft. In diesem Zusammenhang setzten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit der Fragestellung auseinander, welche Herausforderungen und Probleme die Migration an die jeweiligen Länder und Gesellschaften stellt. So reflektierten die Schülerinnen und Schüler u.a. Beispiele für gelungene, als auch gescheiterter Integration um daraus Kriterien zu entwickeln, welche die Integration von Migranten und Flüchtlingen erleichtern sollen.
Die dritte Mobilität fand vom 12.02.2023 bis zum 18.02.2023 in Neapel/Italien (Schule: ITIS Polo Tecnico Fermi-Gadda in Neapel) statt.
In dem Zusammenhang waren der erste und der letzte Tag der Mobilität von der An- und Abreise geprägt.
Neben der Arbeit in den verschiedenen Gruppen zum Projektthema: „Die Situation in unseren Regionen: Projekte und Vereine, die Integration fördern“, wurden die Inhalte verstärkt durch eine Migrationstour rund um und in Neapel. Im Rahmen dieser Führung, wurde die Multikulturalität Neapels deutlich gemacht. Daneben fand ein Besuch der Casa Fiber statt, ein Projekt zur Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.
Bei dieser Gelegenheit kam es zum persönlichen Austausch zwischen den beteiligten Schülern und den untergebrachten minderjährigen Flüchtlingen.
Die letzte Mobilität des Projektes fand in Lugosch/Rumänien (Schule: LICEUL TEHNOLOGIC AUREL VLAICU LUGOJ) statt.
Der Mobilitätszeitraum erstreckte sich vom 30.04.2023 bis zum 06.05.2023. Am ersten Tag stand der Empfang beim Bürgermeister von Lugosch auf dem Programm. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen zur Stadt Lugosch und Informationen zu Migration in Rumänien.
Daraufhin besuchten die Schüler die Stadt- und Kinderbibliothek (Interessant hinsichtlich der Sprachvielfalt) und das Geschichts-/Ethnographie – und Kunstmuseum von Lugosch.
Im Museum wurden schwerpunktmäßig die Migrationsbewegungen in Logosch thematisiert. Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer der Mobilität eine Veranstaltung im ukrainischen Flüchtlingscenter in Timisoara. Dort wurde für das Thema „Ukraine-Konflikt“ und die Herausforderungen der Flüchtlingsbewegungen sensibilisiert.
Inhaltliche Schwerpunkt dieser Mobilität war das Thema: Migration in der Zukunft, Herausforderungen der Migration und angemessener Umgang mit Migration in Europa.