Europaschule Berufskolleg Brilon

Seit 2007 darf das kleinste Berufskolleg in Trägerschaft des Hochsauerlandkreises, das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung Brilon, den Namenszusatz „Europaschule" tragen. Damit wird nun auch am Namen erkennbar, dass sich die Vielfalt und Vielschichtigkeit Europas im allen Bildungsgängen des Berufskolleg Brilon widerspiegeln.

Das grundsätzliche Ziel einer Europaschule ist es, Schülerinnen und Schüler auf das Leben im vereinten Europa vorzubereiten. Dabei wird dem Erwerb von Sprachkompetenzen in allen Bereichen ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Hinsichtlich der Schärfung des Schulprofils wird eine vertiefte Auseinandersetzung mit europäischen Themen im Unterricht vorgenommen. Neben Konzepten und europäischem Gedankengut ist vor allem die nachhaltige Umsetzung aller Theorie durch Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer ein guter Weg, um eine gemeinsame Zukunft in Europa zu gestalten.
Europaschule
Wie auch Europa und seine wirtschaftliche, politische und kulturelle Landschaft eine wachsende Dynamik entfalten, so ist auch bei uns in der Schule vieles im Fluss, so dass die auf diesen Seiten überblicksartig dargestellten europäischen Aktivitäten und Projekte wachsen und sich wandeln.

Integration europäischer Themen

In Europaschulen erhalten die Empfehlungen der KMK „Europabildung in der Schule“ (Mai 2008) sowie des Europäischen Parlamentes und des Rates der Europäischen Union zu „Schlüsselkompetenzen für Lebensbegleitendes Lernen“ (Dezember 2006) besondere Bedeutung. Europaschulen erstellen auf dieser Grundlage ein an den Lehrplänen bzw. künftigen Bildungsstandards der Länder orientiertes „Europa-Curriculum“, das Themen mit europäischer und interkultureller Dimension für alle Jahrgangsstufen aufweist. Unterrichtsergänzende Aktivitäten zur Umsetzung der Europabildung sind fester Bestandteil des schulischen Lebens. Die Auseinandersetzung mit europäischen Themen und Problemstellungen wird unter anderem durch regelmäßige Teilnahme an europaorientierten Wettbewerben und Jugendforen gefördert.
Europa im Unterricht
Europaschulen haben die Verpflichtung, ihren Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für die europäische Zusammengehörigkeit zu vermitteln und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler dafür zu wecken, dass in einer großen Zahl von Bereichen unseres täglichen Lebens europäische Bezüge und Regelungen wirksam sind.
Das Berufskolleg Brilon verfolgt diese Ziele, indem sich alle Bildungsgänge mit Europa bezogenen Themen auseinandersetzen. Die Auseinander¬setzung mit europäischen Themen und Problemstellungen wird unter anderem durch regelmäßige Teilnahme an europaorientierten Wettbewerben gefördert. Die Bandbreite der Themen (z. B. „Aus Feinden werden Freunde: Die Geschichte des europäischen Einigungsprozesses“, „Gesundheitssysteme im europäischen Vergleich“, etc.) spiegelt eindrucksvoll die kulturelle, ökonomische und politische Vielfalt Europas wider.
Europatage bieten unseren Schülerinnen und Schülern ein geeignetes Forum, um anderen Bildungsgängen im Haus und interessierten Gästen ihre Ergebnisse zu präsentieren und ihre neu gewonnenen Kenntnisse und Befähigungen zu dokumentieren.
 

Fremdsprachen lernen

Die Europaschulen besitzen ein Fremdsprachenprofil, welches über das Fremdsprachenangebot der jeweiligen Schulform hinausgeht. Besondere Fremdsprachenangebote im Regelunterricht sind etablierter Bestandteil des Schulprogramms.
Es besteht die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler auf den Erwerb international anerkannter Sprachdiplome/-zertifikate vorzubereiten. Hierbei wird auf Prüfungen zum KMK-Fremdsprachenzertifikat, TOEIC und zum Fremdsprachenkorrespondenten vorbereitet. Der Fremdsprachenunterricht orientiert sich fachlich und methodisch am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Im Wirtschaftsgymnasium bestehen bilinguale Angebote in Unterrichtsmodulen (Fächer: Volkswirtschaftslehre und Gesellschaftslehre mit Geschichte).
Die folgenden Fremdsprachen werden in unterschiedlichen Bildungsgängen berufsbezogen unterrichtet:

Europäisches Fremdsprachenangebot - Englisch
Englisch ist als Fremdsprache der internationalen Kommunikation von ganz besonderer Bedeutung weltweit. Ohne Englischkenntnisse ist eine kaufmännische Tätigkeit in einem exportorientierten Land, wie Deutschland nicht denkbar. Englisch ist die Hauptfremdsprache am Berufskolleg Brilon und wird in der Regel als fortgeführte Fremdsprache in allen Bildungsgängen angeboten. In den Berufsfachschulen ist Englisch Pflichtfach und ist Teil der schriftlichen Abschlussprüfungen (wobei im Rahmen des Wirtschaftsgymnasiums zwischen Grund- und Leistungskurs zu unterscheiden ist - ggf. Abiturfach).
Ausmaß der sprachlichen Anforderungen und Komplexität der Inhalte sind dabei auf die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Bildungsgängen abgestimmt.
Im Vordergrund stehen möglichst authentische Situationen, die auf das Berufsleben im wirtschaftlich-verwaltungstechnischen Bereich vorbereiten, bspw. verschiedene Formen von Geschäftsbriefen oder Telefongespräche, bzw. Situationen, die auf den beruflichen Alltag der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind, bspw. Beratungsgespräche im Bankenbereich.
In den vollzeitlichen Bildungsgängen wird die sprachliche Spezialisierung ergänzt durch allgemeinere Themen wie „Tourism“ oder „Globalsation“. Jedoch findet sich auch bei diesen Themen i.d.R. ein wirtschaftlicher Bezug.
In den vollzeitschulischen sowie den teilzeitschulischen Bildungsgängen ist der Unterricht zunehmend ausgerichtet auf die Praktizierung und Förderung der Kompetenzen im Bereich des Lese- und Hörverständnisses, der Produktion, der Mediation und der Interaktion. So weisen bspw. Klausuren im Allgemeinen mindestens drei Aufgaben auf, die diese Kompetenzen abfragen. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf die Teilnahme an KMK-Prüfungen vorbereitet.

Besonderheiten in den Bildungsgängen
Duale Bildungsgänge:
• Englischunterricht bereitet auf KMK-Prüfungen vor
Handelsschule:
• Englischunterricht ist Teil schulischen Höherqualifizierung (10b)
Höhere Handelsschule:
• Englischunterricht ist Teil der schulischen Höherqualifizierung (FHR)
• Möglichkeit der Wahl eines englischsprachigen Schwerpunkts mit 6 Stunden Englisch pro Woche
• u.a. Vorbereitung auf die KMK-Prüfung + Vorbereitung auf die Prüfung zum Fremdsprachenkorrespondeten Englisch der IHK

Wirtschaftsgymnasium:
• ab Jahrgangsstufe 12: Englisch als Grund- oder Leistungskurs, ggf. Abiturfach
• im Differenzierungsbereich: Möglichkeit, Englich Korrespondenz / Übersetzung zu wählen
• u.a. Vorbereitung auf die KMK-Prüfung + Vorbereitung auf die Prüfung zum Fremdsprachenkorrespondeten Englisch der IHK

Zertifikate
• KMK Niveau II/III/IV (B1/B2/C1): Auszubildende im Bereich Bankenkaufmann/-frau und Industriekaufmann/-frau, Einzelhandelskaufmann/-frau, Schüler und Schülerinnen der Höhere Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums
• TOEIC


Europäisches Fremdsprachenangebot - Französisch
Frankreich ist mit Abstand der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Europa. Zukünftige kaufmännische Angestellte haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn Sie die Sprache des französischen Handelspartners beherrschen. Außerdem kann die deutsch-französische Freundschaft nur mit Leben gefüllt werden, wenn man über die Sprache des jeweiligen Nachbarlandes besser kennen lernt. Am Berufskolleg Brilon wird in den Bildungsgängen der Höheren Berufsfachschule wahlweise Französisch als fortgeführte Fremdsprache oder Spanisch als neueinsetzende Fremdsprache unterrichtet.
Die Auswahl der Inhalte und Themen richtet sich formal nach dem Fachlehrplan Französisch, der inhaltlich an die Kenntnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 bzw. 9 (G8) anknüpft. Das Angebot richtet sich also an Lernende mit Vorkenntnissen im Umfang von 4 bzw. 5 Jahre Schuljahren oder 2 Jahren Intensivkurs.
Berufliche und wirtschaftliche Situationen, die sich mit der Arbeitswelt in Frankreich und den Besonderheiten anderer frankophoner Länder beschäftigen, sind von besonderem Interesse. Die verschiedenen Kommunikationsformen, wie z. B. E-Mails, Telefonate, Geschäftsbriefe, verschiedene Dialogformen werden situativ adäquat eingeübt. Ergänzend werden allgemeinere Themen wie z.B. „protéger l´environnement“, „faire face aux défis d´un monde global“ oder „s´engager dans la société – prendre des responsabilités“ besprochen.
Der Unterricht findet, abgestimmt auf das Sprachniveau der Schülerinnen und Schüler, in der Fremdsprache statt. Zudem findet in regelmäßigen Abständen ein Schüleraustausch mit der französischen Partnerschule dem Lycée Professionnel St. Luc La Sagesse Combrai statt.
• Zertifikate
Das Berufskolleg organisiert für interessierte Schüler und Schülerinnen die Anmeldung und Vorbereitung zur Durchführung des KMK-Fremdsprachenzertifikats.

Europäisches Fremdsprachenangebot – Spanisch
Spanisch ist nach Englisch und Chinesisch eine der meistgesprochenen Sprachen auf der Welt, Spanien ist ein wichtiger Handelspartner in Europa und die lateinamerikanischen Länder werden mehr und mehr zu wichtigen Handelspartnern auf der Welt. Zukünftige kaufmännische Angestellte haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie die spanische Sprache beherrschen, im Hinblick auf Praktika, aber auch auf Berufserfahrungen in der spanischsprachigen Welt.
Am Berufskolleg Brilon wird Spanisch in den Bildungsgängen des Wirtschaftsgymnasiums und der Höheren Handelsschule als neueinsetzende Fremdsprache unterrichtet.
Ausmaß der sprachlichen Anforderungen und Komplexität der Inhalte sind dabei auf die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Bildungsgängen abgestimmt.
Im Vordergrund stehen möglichst authentische Situationen, die auch auf das Berufsleben im wirtschaftlich- und verwaltungstechnischen Bereich vorbereiten, bspw. verschiedene Formen von Geschäftsbriefen oder Telefongespräche, bzw. Situationen, die auf den beruflichen Alltag der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind, bspw. Planung und Durchführung einer (Geschäfts-)Reise in eine spanischsprachiges Land.
Daneben ist auch die Landeskunde Spaniens und der spanischsprachigen Länder Lateinamerikas Teil des Curriculums.

Im Rahmen des Wirtschaftsgymnasiums ist der Unterricht zunehmend ausgerichtet auf die Praktizierung und Förderung der Kompetenzen im Bereich des Lese- und Hörverständnisses, der Produktion, der Mediation und der Interaktion. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf eine mögliche Abiturprüfung (viertes Abiturfach) oder an einer freiwilligen Teilnahme an KMK-Prüfungen vorbereitet.
Der Unterricht findet, abgestimmt auf das Sprachniveau der Schülerinnen und Schüler, in der Fremdsprache statt.
Besonderheiten in den Bildungsgängen
Weiterbildung:
• Spanischkurse bzw. Sprachkurse allgemein werden seit 1998 nach den Wünschen, Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Studierenden eingerichtet
• Niveau bis A2
• Höhere Handelsschule:
• Spanischunterricht ist Teil des Differenzierungsangebotes dieser Schulform.
Zertifikate
• KMK Niveau I (A2) im Wirtschaftsgymnasium

Bilingualer Unterricht
Bilingualen Unterricht insbesondere in Englisch gibt es am Berufskolleg Brilon in den Bildungsgängen des Wirtschaftsgymnasiums. Im bilingualen Unterricht ist die Fremdsprache nicht mehr Unterrichtsgegenstand, sondern ausschließlich Kommunikationsmedium. Unterricht wird hier in einem oder mehreren Fächern (Volkswirtschaftslehre / Gesellschaftslehre mit Geschichte) phasenweise (bilinguale Module) in der Fremdsprache durchgeführt.
 

Projektorientierte Schulpartnerschaften und Praktika

Das Berufskolleg Brilon unterhält aktive und dauerhafte Partnerschaften mit Schulen. Die internationalen Begegnungen und Projekte werden in den Unterricht integriert.


Deutsch-Französische Projektwoche Schüleraustausch des Berufskollegs Brilon mit der nordfranzösischen Partnerschule aus Cambrai

18 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs in Brilon (Wirtschaftsgymnasium, Höhere Berufsfachschule für Kaufmännische Assistenten Fremdsprachen/FHR und Höhere Berufsfachschule) gestalteten mit ihren Lehrern Jürgen Middel und Melanie Kroh vom 10. – 15. April 2011 eine abwechslungsreiche Projektwoche im Rahmen des jährlich stattfindenden Schüleraustauschs mit der französischen Partnerschule aus Cambrai.
Das Thema des Schüleraustausches mit dem nordfranzösischen Wirtschaftsgymnasium Lycée Professionnel St. Luc La Sagesse war in diesem Jahr „Deutsch-französische Beziehungen, europäische Perspektiven“. Die deutschen und französischen Schüler hatten die Projektarbeit in ihren Heimatländern vorbereitet, vertieften aber ihre Kenntnisse in Brilon und führten die Ergebnisse zusammen. Über die themenbezogene Arbeit wollten die Teilnehmer natürlich ihre französischen und englischen Sprachkenntnisse anwenden, erweitern und verbessern sowie den französischen Gastschülern das Leben und die Kultur des Nachbarlandes Deutschland näher bringen.

Seit Beginn der Schulpartnerschaft zwischen dem Berufskolleg Brilon und dem Lycée Professionnel St. Luc La Sagesse aus Cambrai im Jahr 2004 werden die deutschen und französischen Schüler freund-licherweise vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt. Auch in diesem Jahr konnte die Austauschmaßnahme nur dank der finanziellen Hilfe des Deutsch-Französischen Jugendwerkes stattfinden.

Am Sonntagabend wurden die französischen Schüler nach ihrer Ankunft herzlich am Berufskolleg Brilon begrüßt und ihren deutschen Gastfamilien vorgestellt. Dank der Unterbringung in den Gastfamilien ist es überhaupt möglich, im Verlauf der Woche einen guten Einblick in den deutschen Alltag zu gewinnen.

Am Montagmorgen begrüßte der stellvertretende Schulleiter, Herr Schift, alle am Austausch beteiligten Schüler und Lehrer in der Aula des Berufskollegs. Danach folgte eine Präsentation der Schule, u. a. durch den im letzten Schuljahr von Schülern des Berufskollegs fertig gestellten Film „BKB goes Hollywood“. Um 10:00 Uhr begann die Stadtführung durch Brilon, die Frau Walters auf Französisch durchführte. Nach der Stadtführung gingen alle zum gemeinsamen Mittagessen in die Mensa des Gymnasiums „Petrinum.“ Der Nachmittag und Abend standen den deutschen Schülern mit ihren französischen Gästen zur freien Verfügung.

Am Dienstag war es nun soweit: der Ausflug zum Frankfurter Flughafen und der Besuch der von rund 680.000 Einwohnern bewohnten Metropole am Main. Schon am frühen Morgen, vor der Abfahrt am Berufskolleg in Brilon, glänzten die Augen vieler Schüler, die sich wohl bereits durch die Dutzenden Einkaufsstraßen zwischen den 18 verschiedenen Kulturen, die dort leben, laufen sahen.
Die Reise begann dann auch um 08:00 Uhr und um 11:15 Uhr traf die Gruppe am Frankfurter Flughafen ein. Nach der Anmeldung ging es weiter Richtung Touristen-Bus. Auf dem Weg dorthin mussten sich alle noch einer strengen Sicherheitskontrolle unterziehen, die für einige amüsanter war als für manch andere, da man mehr ausziehen musste als den Gürtel.
Nach dieser kleinen witzigen Blockade erreichte die gesamte Gruppe den Bus, der uns dann durch den Flughafen fuhr. Die Reiseführerin erzählte viele Fakten über den Flughafen – in der Muttersprache unserer französischen Gäste, so waren alle richtig gefordert! Die Aufmerksamkeit der meisten fiel aber bald sowieso auf die mehreren Hundert Flugzeuge aus allen möglichen Nationen, die man bei Start und Landung begutachten konnte, da jede Minute ein Flugzeug landet oder startet. Mit 1.940 ha ist der Frankfurter Flughafen der größte in Deutschland und der drittgrößte in Europa. Insgesamt dauerte die Besichtigungstour mehr als 90 Minuten und so hatten auch die Lehrer Verständnis dafür, dass sich die Schüler nach einer Verpflegungspause auf die Bummelei durch die Frankfurter-Innenstadt freuten. Nach erfolgreicher Sightseeing- und Shopping-Tour – wobei das ein oder andere schicke Paar Schuhe oder ein neues Sommerkleid ergattert wurden – trat unsere Gruppe gegen 17:30 Uhr die Rückreise an. Trotz des anstrengenden Tages war die Rückfahrt durch lebhafte Gespräche in einem interessanten Sprachenmix sehr unterhaltsam und endete schließlich um 21:00 Uhr wieder vor dem Berufskolleg. Auch unsere beiden Tagesgäste, Caspar und Martin, aus der Gutschrift-Gruppe von Herrn Heppe, denen wir die Tagesdokumentation verdanken, hatten diesen Tag offensichtlich sehr genossen.

Der Mittwoch begann nach dem Treffen an der Schule um 09:00 Uhr mit einer Busfahrt durch das Sauerland und führte die Gruppe ins Upland. In Willingen stand um 10:00 Uhr eine Besichtigung und Führung der Mühlenkopfschanze, dem Austragungsort interna-tionaler Skisprungwettkämpfe wie dem Weltcupspringen im Januar jeden Jahres, auf dem Programm. Innerhalb von zwei Stunden erlebten alle eine lebendige englischsprachige Führung und Besichtigung, bei der die Schüler aktiv in die Geheimnisse des Skispringens eingeführt wurden. Ab 14:00 Uhr konnten sich alle selbst sportlichen Aktivitäten widmen: Schlittschuhlaufen in der Eishalle oder Schwimmen im Lagunenbad. Anschließend trat die Gruppe den Rückweg nach Brilon an.

Am Donnerstagmorgen nahmen die französischen Schüler zunächst die ersten drei Stunden am Unterricht ihrer deutschen Gastgeber teil. Nachdem alle einmal mehr mit Lunchpaketen ausgestattet worden waren, begann um 10:15 Uhr die Fahrt nach Paderborn. Dort wurde das Heinz Nixdorf MuseumsForum besucht und zwei Führungen angeboten, eine auf Französisch und die andere auf Deutsch. Begleitet wurde die Gruppe ein weiteres Mal von einem Tagesgast, heute Elisa, aus der Gutschrift-Gruppe von Herrn Heppe. Sie übernahm die Dokumentation. Die Gruppe erwartete dann eine interessante Zeitreise durch zweitausend Jahre Computergeschichte. Anschließend ging es gemeinsam in die Paderborner Innenstadt, wo nachmittags alle Gelegenheit hatten, die Stadt zu besichtigen, wie bspw. den Dom oder das Rathaus, etwas zu essen und einkaufen zu gehen. Gegen 18:00 Uhr kamen alle wieder in Brilon an.
Der restliche Abend stand zur freien Verfügung. Da es der letzte gemeinsame Abend war, verbrachten ihn die meisten Schüler – Deutsche wie Franzosen – mit viel Spaß in einer nahegelegenen Disco.

Zum Abschluss am Freitagmorgen fand in der Aula des Berufskollegs eine Abschlussveranstaltung unter dem Motto „Was wissen wir über unser Nachbarland?“ statt. In geselliger Runde wurde im deutsch-französischen Tandem gespielt, bspw. eine Reise durch Deutschland und Frankreich, ein selbstgestaltetes deutsch-französisches Memory oder das Sprachenspiel New Amici.
Schließlich verabschiedeten wir uns gegen Mittag von unseren französischen Gästen. Insgesamt – da sind sich alle Teilnehmer einig - trug die Woche zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaft bei. Jetzt freuen sich schon alle auf den nächsten Teil des Austausches, wenn die deutschen Schüler im nächsten Jahr nach Frankreich reisen, um u. a. das dortige Wirtschaftsgymnasium und die Familien ihrer Korrespondenten kennen zu lernen.

Schülerinnen und Schüler der Klassen HH1aS, HH1cS,
J. Middel, M. Kroh


Praktika gehören an unserer Schule zur Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler. Im Bildungsgang des Wirtschaftsgymnasiums werden wahlweise mindestens 4-wöchige Betriebspraktika im europäischen Ausland durchgeführt. Da die Hauptsprachen der Schülerinnen und Schüler Englisch, Französisch und Spanisch sind, bietet es sich an, dass die Praktika im europäischen Ausland absolviert werden. Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler gerne bei der Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen im europäischen Ausland, aber es hat sich bei den Schülerinnen und Schülern mehr und mehr durchgesetzt, sich in Eigeninitiative Praktikumsplätze zu suchen.

Schülerbeiträge über das Praktikum im Ausland
Selina Hillebrand (2013 - London)
Durch meinen Auslandsaufenthalt konnte ich mein Englischvokabular ausweiten, besonders in den Bereichen Arbeitswelt und Alltagsleben. Da ich bei einer Jamaikanerin wohnte und bei einem indischen Betrieb arbeitete, bin ich weltoffener geworden und konnte besonders diese beiden Kulturen näher kennenlernen.
Da heutzutage jedes Unternehmen englischsprechende Arbeiter sucht, denke ich, dass ich durch dieses vierwöchige Praktikum bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werde als andere Bewerber und mich somit von der Masse absetzen kann..

Steffan Niggemann (2013 - London)
Von dem Auslandsaufenthalt und dem Betriebspraktikum profitiere ich zum einen persönlich, denn ich habe während meines Aufenthaltes viel über neue Kulturen gelernt, da ich z.B. in einer indisch-britischen Gastfamilie wohnte und in einem afghanischen Praktikumsbetrieb untergebracht war. Ich kann ganz klar sagen, dass ich weltoffener, bzw. verständnisvoller für andere Kulturen und kontaktfreudiger gegenüber mir unbekannten Personen geworden bin. Zudem hat mich der Aufenthalt in großem Maße spontaner werden lassen, denn mir wurden z.T. Aufgaben aufgetragen, bei denen ich vorerst Zweifel und Ängste hatte, die ich aber situativ und spontan in Angriff genommen habe, da mir oftmals keine andere Wahl geblieben wäre.

Für mein berufliches Leben profitiere ich zudem von dem Kontakt mit einer ausländischen Arbeitsweise sowie auch dem Eingebundensein in z.B. zwei Meetings und dem Kontakt mit Kunden, persönlich oder telefonisch.

Weitere Schüleraustauschmöglichkeiten
Austausch auf Gegenseitigkeit: Die Bezirksregierung Düsseldorf vermittelt in landesweiter Zuständigkeit Schüleraustauschmaßnahmen und Stipendienangebote ausländischer Regierungen. Bei den Schüleraustauschprogrammen des Landes NRW handelt es sich um individuellen Schüleraustausch auf Gegenseitigkeit, mit dem Ziel, Sprachfähigkeit und soziale Kompetenz im interkulturellen Raum zu erweitern. Sie finden in der Regel während der Schulzeit statt. Die teilnehmenden Schulen und Familien erklären sich bereit, die Austauschschülerinnen und -schüler aufzunehmen, zu betreuen und in das Alltagsleben zu integrieren.
Auslandsaufenthalte auf Einladung ausländischer Regierungen: Die Bezirksregierung Düsseldorf vermittelt (in landesweiter Zuständigkeit) Auslandsaufenthalte auf Einladung ausländischer Regierungen. Die Programme werden in der Regel im April/Mai jeden Jahres ausgeschrieben. Sie richten sich an einzelne Schülerinnen und Schüler mit besonders guten schulischen Leistungen. Schulen, die einzelne Schülerinnen und Schüler vorschlagen möchten, können sich bei der Bezirksregierung Düsseldorf vormerken lassen, damit ihnen die Programme und Bewerbungsunterlagen direkt nach der Ausschreibung zugesandt werden können. Beispielsweise:
Studienaufenthalt in Spanien
• Dauer: ca. 4 Wochen im Monat Juli
• 4-6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus NRW mit besonderen Leistungen im Fach Spanisch
• Alter: zwischen 16 und 18 Jahren

Europatage

Die Europatage sind ein fester Bestandteil unserer Schulaktivitäten.

Europatag 2014: „Wir haben die Wahl“
Am 31. März (4 Monate vor der Europawahl) fand unter dem Motto „Wir haben die Wahl“ in der Höheren Handelsschule eine Auseinandersetzung mit der Europawahl statt. Dabei wurden aktuelle Aspekte, wie beispielsweise Europas Politik im Krim Konflikt (Schäubles Hitler Vergleich) diskutiert und anschließend gaben die Schülerinnen und Schüler in einer simulierten Wahl ihre Stimme für Europa ab.
Im kommenden Jahr findet zum 10. Mal ein bundesweiter EU-Projekttag an Schulen statt. Unter dem Motto „Europa verändert sich“ veranstalten wir am 02. Mai 2016 (Montag) unseren
 

Zusatzqualifikationen und Erwerb internationaler Sprachzertifikate

Fremdsprachenzertifikate
Das Berufskolleg Brilon bereitet interessierte Schülerinnen und Schüler auf interne und externe Fremdsprachenzertifikatsprüfungen vor, um Ihnen die Möglichkeit zu geben mit diesen Zusatzqualifikationen, ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu verbessern.
Folgende Zertifikatsprüfungen werden angeboten:
Intern:
KMK-Fremdsprachenzertifikatsprüfungen in Englisch, Französisch, Spanisch
TOEIC(Test Of English for International Communication)

Extern:
• IHK-Fremdsprachenprüfung Zusatzqualifikation Englisch für kaufmännische Auszubildende
• IHK- Fremdsprachenkorrespondentenprüfung für Kaufmännische Assistenten Fremdsprachen
• Delf-Prüfung Französisch für Kaufmännische Assistenten Fremdsprachen
• Diplomas de Español como Lengua Extranjera (Dele)
 

Zukünftige Projekte und Ideen

Wie vieles im politischen und geographischen Europa ist auch in einer Europaschule ständig etwas in Bewegung. Veränderung und Entwicklung tragen fortlaufend zur Ausweitung des europäischen Lebens im Berufskolleg Brilon bei. Ideen werden besprochen, weitere Projekte sind geplant.

Allerdings ist alles Europäische gekennzeichnet vom Zusammenwirken des Verschiedenen. Keine Europaschule kann nur aus sich selbst heraus an allem teilnehmen, was sich an Neuem und Bewährten und Internationalen und Nationalem ereignet. In diesem Zusammenhang errichtet das Berufskolleg Brilon zum 01.02.2016 eine Internationale Klasse.
Für die Zukunft wünschen wir uns die Mitarbeit und Ideen aller Interessierten. Wir freuen uns über alle Anregungen, die den europäischen Gedanken in unserem Berufskolleg und anderen Schulen stärken wollen.
 

Kontakt


Berufskolleg Brilon
Zur Jakobuslinde 30
59929 Brilon

Tel: 02961 - 945720
Fax: 02961 - 945725
info@berufskolleg-brilon.de

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