DKMS Schulprojekt am Berufskolleg Brilon: Mund auf gegen Blutkrebs

04.03.2016

Typisierungsaktion am 03.03.2016 sehr erfolgreich durchgeführt - 180 Registrierungen

DKMS Schulprojekt am Berufskolleg Brilon:
Mund auf gegen Blutkrebs
Typisierungsaktion am 03.03.2016 sehr erfolgreich durchgeführt

Die DKMS will den Blutkrebs besiegen
Die DKMS versucht Blutkrebspatienten zu helfen, die zu sterben drohen. Überall auf der Welt. Für viele Patienten ist die einzige Chance auf Heilung die Übertragung gesunder Stammzellen eines passenden Spenders. Diesen einen Spender zu finden und zu vermitteln ist die lebensrettende Aufgabe der gemeinnützigen Non-Profit-Organisation DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Schüler helfen Leben retten
Mit dem Schulprogramm „Leben spenden macht Schule“ sucht die DKMS junge Menschen, die die Organisation im Kampf gegen Blutkrebs unterstützt. Hierzu ruft die DKMS Gymnasien, Gesamtschulen und Berufliche Schulen auf, eine Registrierungsaktion an ihrer Schule zu organisieren. Über 193.000 Schüler haben bereits mitgemacht und durch ihr großartiges Engagement das Leben vieler Patienten gerettet. …
Auch das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung des HSK in Brilon hatte sich für das Schulprogramm beworben. Die Registrierungsaktion fand am 03.03.2016 im Berufskolleg Brilon statt und war ein voller Erfolg. Das Organisationsteam rund um Herrn Rainer Molitor bedankt sich bei 180 Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, die sich registriert haben!
Herzlichen Dank!!

Alles was man wissen muss
Grundsätzlich kann jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellspender registriert werden. Falls Sie bereits in einer Datei erfasst sind, ist eine erneute Aufnahme nicht erforderlich. Sollten Sie unter einer chronischen Erkrankung oder einer anderen schweren Erkrankung leiden oder gelitten haben oder regelmäßig Medikamente einnehmen, halten Sie bitte Rücksprache mit der DKMS. Die wichtigsten Ausschlusskriterien:
 Gewicht unter 50 Kilogramm
 Starkes Übergewicht, d.h. Body Mass Index (BMI) > 40 (BMI = Gewicht/Körpergröße²)
 Schwere neurologische oder psychische Erkrankung
 Systemische Autoimmunerkrankungen oder andere schwere chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes, Rheuma)
 Krebserkrankung (auch ausgeheilte in der Vorgeschichte)
 Suchterkrankungen (Alkohol, Drogen, Medikamente)
 Schwere Herz-Kreislauferkrankung
 Schwere Lungenerkrankung
 Schwere Nierenerkrankung
 Schwere Stoffwechselstörung
 Schwere tropische Infektionskrankheiten, insbesondere Malaria
 Infektion mit HIV, Hepatitis B oder C, HTLV, Syphilis
 Krankheiten des Blutes oder des Immunsystems


Was passiert nach der Registrierung?

Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, d.h. die beiden Abstriche von der Wangenschleimhaut mit den Wattestäbchen wurden durchgeführt, werden im DKMS Life Science Lab in Dresden, einer Tochterorganisation der DKMS, die Gewebemerkmale analysiert und die Ergebnisse in der DKMS-Datenbank gespeichert. Gleichzeitig übermittelt die DKMS die Gewebemerkmale in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm. Auf diese Weise stehen Sie ab sofort als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sie bleiben automatisch bis zu Ihrem 61. Lebensjahr in der Datei registriert.
Nach der Erfahrung der DKMAS kommt es bei höchstens fünf von hundert potenziellen Stammzellspendern innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellspende. Für junge Spender beträgt die Wahrscheinlichkeit etwa 1 Prozent innerhalb des ersten Jahres nach der Typisierung. Doch was passiert, wenn Ihre Gewebemerkmale tatsächlich passen?
Gesundheitscheck und Bestätigungstypisierung – Confirmatory Typing (CT)
Sie erhalten einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen, damit mögliche aktuelle Ausschlusskriterien für eine Spende frühzeitig erkannt werden können. Anschließend erfolgt eine Bestätigungstypisierung (CT), bei der Ihre Gewebemerkmale anhand einer weiteren Blutprobe nochmals analysiert werden. Die CT kann z. B. bei Ihrem Hausarzt erfolgen. Des Weiteren wird Ihr Blut auf bestimmte Infektionserreger wie z.B. HIV oder Hepatitisviren geprüft. Anhand dieser Ergebnisse wird entschieden, ob Sie zu hundert Prozent der passende Spender für Ihren Patienten sind.


Wie läuft eine Stammzellspende ab?
Periphere Stammzellspende
In ca. 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen aus der Blutbahn entnommen. Dem Spender wird über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert 4-8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Es ist keine Operation notwendig, Sie können die Klinik meist am gleichen Tag wieder verlassen. Dieses Verfahren wird bei der DKMS seit 1996 angewandt. Während der Gabe des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht bekannt.
Knochenmarkspende
Bei dieser Methode wird dem Spender unter Vollnarkose mit einer Punktionsnadel aus dem Beckenkamm Knochenmark (nicht Rückenmark!) entnommen. Hierbei genügen in der Regel zwei kleine Einschnitte im Bereich des hinteren Beckenknochens. Die dabei entstehenden Wunden sind so klein, dass sie nur mit wenigen Stichen oder oft überhaupt nicht genäht werden müssen und rasch verheilen. Die Entnahme erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 60 Minuten. Bei der Knochenmarkspende beschränkt sich das Risiko im Wesentlichen auf die Narkose. Aus dem Beckenkamm werden ca. 5 Prozent des Knochenmarks entnommen. Innerhalb von zwei Wochen regeneriert sich das Knochenmark beim Spender vollständig. Es kann ein lokaler Wundschmerz auftreten, ähnlich dem einer Prellung. Nur in seltenen Fällen kann es zu länger anhaltenden Schmerzen kommen. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert insgesamt drei Tage. In den meisten Fällen erfolgt als Vorsichtsmaßnahme eine Krankschreibung für einige Tage.
Die Art der Entnahme richtet sich nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten. Natürlich versuchen wir, Ihre Wünsche zu berücksichtigen. Jedoch kann abhängig von der Situation des Patienten eine Methode aus medizinischen Gründen ausgeschlossen oder bevorzugt werden. Grundsätzlich sollten Sie zu beiden Methoden bereit sein.

Kann ein potenzieller Spender seine zugesagte Spende zurücknehmen?

Es gibt persönliche und andere Gründe, sich kurzfristig doch noch von einer Spende zurückzuziehen. Die DKMS respektiert Ihre Entscheidung in jedem Fall.
Wenn Sie die Zusage jedoch kurz vor der eigentlichen Transplantation erteilen, leiten die Ärzte die Vorbereitungsphase des Patienten für die Stammzelltransplantation ein. Ab diesem Zeitpunkt kann der Patient ohne nachfolgende Übertragung Ihrer Stammzellen nicht überleben.


© Informationen zusammengestellt von R. Molitor und M. Kroh

Kontakt


Berufskolleg Brilon
Zur Jakobuslinde 30
59929 Brilon

Tel: 02961 - 945720
Fax: 02961 - 945725
info@berufskolleg-brilon.de

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